Kindergartenprojekt

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Oktavian, das Kind, das niemand wollte

Ganz oben, im 8. Stockwerk eines Hochhause, wohnte Oktavian. Er konnte wunderbar über die Straßen der Stadt schauen und die fröhlich spielenden Kinder auf dem Spielplatz beobachten. Aber der Kleine war traurig. Seine Mama erlaubte ihm nicht nach draußen zu gehen. Sie hatte keine Lust auf ihr Kind aufzupassen und saß viel lieber rauchend vor dem Fernseher.

Sein Papa arbeitete als Nachtwächter und legte sich morgens sofort zum Schlafen hin. Dann musste es ganz still in der kleinen Wohnung sein. Für den lebhaften Oktavian war es furchtbar anstrengend, auf Zehenspitzen durch die Wohnung zu schleichen, da er doch so gerne mit seinem Polizeiauto gespielt hätte. Aber Polizeiautos sind laut und machen viel Lärm. Und schlafende Papas können das eben nicht brauchen. So kam es oft vor, dass der Papa wütend aus dem Bett sprang, Oktavian anschrie und ihm eine knallende Ohrfeige gab.

Bis zu seinem vierten Lebensjahr hatte Oktavian nur Ablehnung erfahren. Wenn er doch einmal mit anderen Kindern spielen durfte, ärgerten sich diese ganz schnell über ihn. Dann fing er an, deren Spielsachen kaputt zu machen. Tief in seinem Herzen sehnte er sich nach Liebe und Annahme. Aber da war niemand, der ihn in die Arme nahm, niemand, der ihn tröstete und niemand, der ihm leise ins Ohr flüsterte: „Ich habe dich so lieb, mein kleiner Schatz.“

Als er in den staatlichen Kindergarten kam, wurde er von einer Gruppe zur anderen geschickt. Keine Erzieherin kam mit diesem verhaltensgestörten Jungen zurecht. Schließlich kam der Tag, an dem Oktavian sogar den Kindergarten verlassen musste.

Die verzweifelte Mutter versuchte Oktavian nun in dem christlichen Kindergarten vom Samariteanul unterzubringen. Mona, die Erzieherin, hieß ihn herzlich willkommen. Gleich zu Anfang musste Oktavian ein Bild malen, weil die Erzieherin wissen wollte, wie gut er das schon konnte. Oktavian malte das, was in seinem Herzen war. Und dort drinnen sah es sooo dunkel aus. Er benutzte deshalb die Farbe schwarz und malte einen Friedhof. Immer, wenn die Kinder ein Bild malten, benutzte Oktavian nur diese Farbe. Im Kindergarten hörte er zum ersten Mal von Gott, der jedes Kind ganz einzigartig geschaffen hat und der die Kinder ganz besonders lieb hat. Die Erzieherin betete viele Stunden für Oktavian, wo sie um Weisheit für dieses kleine, in der Seele verletzte Energiebündel bat. Und Gott antwortete auf ihre Gebete. Er wusste, dass Oktavian ganz viel Liebe und Geduld brauchte. Mona, die Erzieherin hatte diese Eigenschaften. Jeden Morgen begrüßte sie ihn fröhlich und nahm ihn dabei in den Arm. Wenn Oktavians Hände wieder einmal zum Schlagen ausrutschten, kam Mona und setzte sich zu ihm hin. Gemeinsam überlegten sie dann, wie man es besser machen könnte. Auch mit seiner Mama und mit seinem Papa redete die Erzieherin. Und allmählich merkte Oktavian, dass seine Mama ab und zu mit ihm auf den Spielplatz ging und sein Papa ihn nicht mehr so oft schlug.

Anfangs konnte Oktavian die biblischen Geschichten gar nicht leiden. Aber nach der Geschichte von Daniel in der Löwengrube fragte er: “Wird Gott seine Engel auch zu mir schicken, wenn ich mich fürchte? Auch dann, wenn es dunkel ist?“

An einem anderen Tag rannte ein lächelnder Oktavian auf seine Erzieherin zu: “Gestern Abend wollte ich meinen Papa schlagen, weil er mich so geärgert hat. Aber dann habe ich mich daran erinnert, was wir über das Gebet gelernt haben. Ich habe gebetet und Gott hat mir geholfen, nicht zu schlagen. Mein Papa hat sich darüber gefreut und mir sogar über den Kopf gestreichelt. Jetzt bin ich so froh darüber!“

Oktavian fing nun an, sich im Kindergarten wohl zu fühlen. Ihm gefiel es, die vielen Spielsachen zu benutzen. Er lernte auch Dinge für die Schule und vor allem spürte er die Liebe seiner Erzieherin. Ganz allmählich veränderte sich sein Verhalten. Er fing an zu lachen und weil er kaum noch etwas kaputt machte, wurde er auch von den anderen Kindern zum Spielen eingeladen. Sogar bei seinen Bildern konnte man erkennen, dass er fröhlicher geworden war. Im Laufe der Monate wechselte er von der Farbe schwarz auf blau und am Ende des ersten Kindergartenjahres hatte jedes Bild nur noch die Farbe gelb – weil es eine so fröhliche Farbe ist.

Oktavian ist auf dem Weg DEN kennen zu lernen, der Herzen und Umstände ändern kann. Und Gott hat Mona vom Kindergarten Samariteanul benutzt, die das verwelkte Pflänzchen zum Blühen gebracht hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Antwort auf die Nöte

Rumänien befindet sich in einem enormen Umbruch. Werte, die sich über Jahrzehnte gehalten haben, wurden über Nacht auf den Kopf gestellt. Der Materialismus hielt Einzug und drängt junge Familienväter zur Arbeit ins Ausland. Ehen zerbrechen und noch nie gab es eine so große Orientierungslosigkeit und so viele verhaltensauffällige Kinder wie heute. Wir als Hilfswerk setzen in dem Alter an, wo noch Hoffnung für die heranwachsende Generation vorhanden ist - bei den Kindergartenkindern.

Das Besondere an unseren Kindergärten

blush Wir sehen es als unsere Aufgabe, die uns anvertrauten Kinder stark zu machen und ihnen ein tragfähiges Fundament mitzugeben, damit sie den Herausforderungen des Lebens gewachsen sind. Dies geschieht durch die Vermittlung christlicher Werte und einer gesunden Persönlichkeitsentwicklung, in einer Atmosphäre des Vertrauens, wo sich die Kinder angenommen und einzigartig von Gott erschaffen wissen.

blush Wir bereiten die Kinder intensiv auf die Schule vor und geben den Erzieherinnen didaktisches Material in die Hand.

blush Wir richten die Kindergärten mit Möbeln ein und stellen umfangreiches Spiel- und Verbrauchsmaterial zur Verfügung.

blush Viele Kinder kommen aus bedürftigen Familien mit geringem Einkommen. Sie werden bei Bedarf mit Lebensmitteln und Kleiderspenden unterstützt.

blush Eine intensive Elternarbeit hilft den pädagogischen Auftrag des Elternhauses zu unterstützen.

blush Angenommen werden Kinder aus allen Bevölkerungsschichten und Konfessionen.

 

Betreuungsarbeit

Der Schlüssel für eine erfolgreiche Erziehung liegt jedoch bei den Erzieherinnen. Sie stehen oft alleine da und geraten dadurch schnell in Mutlosigkeit. Deshalb legen wir großen Wert auf eine umfangreiche Betreuungsarbeit, weil wir wissen, dass sich die Motivation der Erzieherinnen direkt auf die Kinder überträgt. Durch Besuche in den Kindergärten, Rundbriefe, persönliche Ermutigung und Schulungen verleihen wir den Mitarbeiterinnen Stärke, Sicherheit und Kompetenz.

Wir von Hoffnung haben die Vision, nicht nur unsere Samariteanul Kindergärten zu unterstützen, sondern unsere Erfahrungen auch befreundeten Kindergärten anzubieten. Derzeit gehören 13 Kindergärten zu unserer Partnermission Samariteanul und weitere 6 Kindergärten sind in unsere Betreuung und Materialversorgung eingeschlossen. Somit ist unsere Vision von 100 Kindergärten ein beträchtliches Stück näher gerückt!

Ilie Tinco, Pastor einer Gemeinde, der ein Kindergarten angeschlossen ist, berichtet. „Ein großer Teil ihres Erfolges (der Erzieherinnen) ist dem Hilfswerk Hoffnung zu verdanken, das durch Ausbildung, Material und Ermutigung einen positiven Einfluss genommen hat. Wir in Rumänien brauchen noch mindestens 10 Jahre, um diesen Stand zu erreichen. Die christliche Erziehung unterscheidet und qualifiziert uns von den staatlichen Kindergärten, denn die Frucht ist in der ersten Klasse sichtbar, wenn die Lehrer das vorbildhafte Verhalten unserer Kinder loben“.

Irina aus Suceava, deren Kindergarten vor kurzem in die Betreuungsarbeit eingeschlossen wurde, schreibt: „Ich habe mich dermaßen stark gefreut, als ich auf meine private Adresse einen so umfangreichen Brief von euch erhalten habe. Er hat mir persönlich sehr geholfen. Ich hatte eine Ermutigung nötig und habe dadurch viel, viel mehr bekommen. Ich habe gespürt, dass Gott durch diesen Brief zu mir gesprochen hat, nachdem ich durch eine schwierige Zeit gegangen bin. Aber der Herr ist derjenige, der die richtigen Menschen findet um zu uns zu reden. Wir danken sehr für die erhaltenen Ermutigungen.

Indem ich den beigefügten Bildbericht von der Schulung aus Surduc durchgeblättert habe, konnte ich noch einmal feststellen, dass ich durch diese Fortbildung ein Wunder erlebt habe. Ich kam dermaßen vollgeladen und ermutigt zurück. Ich danke euch sehr! Ihr seid ein Vorbild für mich und helft mir sehr nicht aufzugeben, sondern weiterhin dem Herrn zu dienen!“

Was kann Ich dabei tun?

Sie können auf den Zug aufspringen und Teil dieser wundervollen Arbeit werden, wo „geschlossene Knospen“ unter der Hand befähigter Erzieherinnen aufblühen. Diese Arbeit ist nicht ohne Mühe und Geld Ressourcen zu bewältigen. Aber sie ist lohnenswert!

Durch die Übernahme einer Patenschaft können sie sich mit einer regelmäßigen Spende von monatlich 25 € am Unterhalt und Aufbau dieser Kindergartenarbeit beteiligen und somit in die Zukunft, in eine neue Generation, investieren. Werden sie Pate – die Kinder Rumäniens – und auch deren Erzieherinnen- brauchen sie!

 

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und an Hoffnung senden.